Gleiserneuerung in Dresdner Sophienstraße

Das Bauunternehmen WOLFF & MÜLLER und die Rhomberg Sersa Deutschland GmbH sanieren als ARGE-Partner die Dresdner Sophienstraße zwischen Postplatz und Augustusbrücke. Bildquelle: WOLFF & MÜLLER

Das Bauunternehmen WOLFF & MÜLLER saniert die Fahrbahn im Dresdner Zentrum zusammen mit der Rhomberg Sersa Deutschland GmbH in einer Auftragnehmer-Arbeitsgemeinschaft (ARGE).

August 2020 – Seit Ende des Monats rollen die Bagger in der Sophienstraße in Dresden. Der 229 meterlange Fahrbahnabschnitt zwischen Postplatz und Augustusbrücke bekommt neue Gleise und wird neu gepflastert. Der Auftrag der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) ging an das Bauunternehmen WOLFF & MÜLLER und die Rhomberg Sersa Deutschland GmbH. Die beiden Unternehmen setzen das Projekt als ARGE-Partner um: WOLFF & MÜLLER übernimmt die Pflasterarbeiten, baut die Tragschichten unterhalb der Gleise auf und saniert die Straßenentwässerungs- und Kanalanlagen. Die Rhomberg Sersa Deutschland GmbH erneuert die Gleise. Bis Ende des Jahres soll der Straßenabschnitt fertig sein. „Damit haben wir einen straffen Zeitplan bei einem recht anspruchsvollen Leistungskatalog“, erklärt Tobias Bernhardt, Bauleiter von WOLFF & MÜLLER. „Gut, dass wir ein eingespieltes Team sind.“

Pflaster in monolithischer Bauweise verlegen
Zunächst gilt es, die Gleiseindeckung und das Pflaster rund um den Gleisbereich zurückzubauen. Die Sophienstraße ist bereits gepflastert, die Steine wurden aber ungebunden verlegt. Das heißt, die Pflastersteine sind im Unterschied zur gebundenen oder monolithischen Bauweise nicht mit Beton oder Mörtel fixiert, Pflasterbett und Fugenfüllung bestehen aus einem Brechsand-Splitt-Gemisch – ohne Zusatz von Bindemittel. Das soll sich mit der Straßensanierung nun ändern: Nachdem das alte Pflaster entfernt und die Gleise demontiert sind, bereiten die Straßenbauspezialisten von WOLFF & MÜLLER für den Gleisbau einen tragfähigen Untergrund vor. Darauf werden dann die neuen Schwellen und Gleise verlegt und anschließend mit Beton fixiert. Auf diese „Betonplatte“ kommt als nächstes eine Haftbrücke und darauf wiederum der Zementmörtel als Bettung für die Pflastersteine. „Eine Herausforderung bei dieser monolithischen Bauweise ist, zu vermeiden, dass Hohlräume zwischen den einzelnen Schichten entstehen. Denn sonst sitzt das Pflaster am Ende nicht fest“, erklärt Bernhardt. Bevor die Pflastersteine im nächsten Schritt auf die Bettung aus Mörtel kommen, werden sie an der Unterseite mit einer zementgebundenen Haftbrücke benetzt und eingesetzt. Sind sie in die richtige Position rund um die Schienen gebracht, schlämmen die Straßenbauer von WOLFF & MÜLLER das ebenfalls zementgebundene Fugenmaterial ein. Der große Vorteil davon, die Steine zu fixieren: „Im Vergleich zur ungebundenen Bauweise ist die Pflasteroberfläche so um einiges langlebiger“, sagt Bernhardt. Im Zuge der Pflasterarbeiten saniert WOLFF & MÜLLER außerdem die Straßenentwässerungs- und Kanalanlagen. Darüber hinaus sorgt das Bauunternehmen dafür, dass die Sophienstraße barrierefreier wird. Die Straßenbauspezialisten senken alle Fußgängerwege, die über die Gleise und Straßen führen, ab und bauen ein Blindenleitsystem aus Natursteinplatten und -pflaster ein.

WOLFF & MÜLLER besitzt viel Erfahrung mit Fahrbahnerneuerungen und ist für die DVB ein bewährter Auftragnehmer: Das Bauunternehmen hat für die DVB schon zahlreiche Projekte erfolgreich realisiert – zuletzt hat es die Zentralhaltestelle auf der Kesselsdorfer Straße in Dresden umgebaut und einen Straßenabschnitt auf der Meißner Straße in Radebeul erneuert.

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