Baubeginn für Biomasseheizkraftwerk in Hürth

WOLFF & MÜLLER baut im Auftrag der E.ON ein Biomasseheizkraftwerk auf dem Gelände der UPM-Papierfabrik Hürth. Das neue Kraftwerk firmiert unter dem Namen GSH Green Steam Hürth GmbH. Quelle: GSH Green Steam Hürth GmbH

WOLFF & MÜLLER plant und baut für GSH Green Steam Hürth neues Kraftwerk vor den Toren von Köln

November 2020 – Baggerbiss in Hürth: Vor den Toren von Köln verwirklichen E.ON und UPM Communication Papers ein industrielles Klimaprojekt. Auf dem Gelände des weltweit führenden Herstellers graphischer Papiere entsteht seit Oktober ein durch E.ON errichtetes und betriebenes neues Biomasseheizkraftwerk. Das Kraftwerk verbrennt unbehandeltes Holz aus der Region und deckt so den Wärmebedarf der UPM-Papierfabrik vollständig ab und speist erneuerbare Energien in das Stromnetz ein. Das Bauunternehmen WOLFF & MÜLLER plant und erstellt den bautechnischen Teil des Kraftwerks mit Haustechnik und Außenanlagen. Auf dem 21.000 Quadratmeter großen Baufeld auf dem Fabrikgelände entstehen acht Gebäude, die im ersten Halbjahr 2022 schlüsselfertig dem Bauherrn, der GSH Green Steam Hürth GmbH, einer Tochter der E.ON Energy Projects GmbH, übergeben werden. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Bau des Kraftwerks zum Ausbau alternativer Energien und somit zu Energiewende und Klimaschutz beitragen können,“ so der Leiter der Kölner Niederlassung von WOLFF & MÜLLER, Stefan Latzel. Außerdem koordiniert das Bauunternehmen die eigenen Arbeiten mit denen der verfahrenstechnischen Unternehmen, die etwa die Turbinen- oder Kesseltechnik bereitstellen. WOLFF & MÜLLER hat sich initiativ für das Projekt beworben und den Zuschlag erhalten.

Acht Gebäude vom Brennstofflager bis zur Leitwarte
„Dank unserer intelligenten Baustellenlogistik kann die Papierfertigung in Hürth während der Bauphase reibungslos weiterlaufen“, so Projektleiter Dieter Hofmann. Das längste der acht neuen Gebäude ist mit knapp 100 Metern das Brennstofflager. Dort lagert der Kraftwerksbetreiber aus der Region stammendes Restholz. Außerdem entsteht ein fünfstöckiges Leitwartengebäude. Von dort aus wird die gesamte Anlage gesteuert und kontrolliert. Zum Bauumfang gehören zudem verschiedene unterirdische Becken, Rohrbrücken sowie Fundamente für Anlagenkomponenten. Darüber hinaus gestaltet WOLFF & MÜLLER auch den Außenbereich des neuen Areals. Auf dem Baufeld entstehen rund 11.000 Quadratmeter Verkehrsfläche aus Asphalt.

Kompetenz beim Bauen in Gleitbauweise
Insgesamt verbaut WOLFF & MÜLLER auf der Baustelle 11.000 Kubikmeter Beton. Im Bereich des Brennstofflagers und auf weiteren kleineren Flächen mit hohen Anforderungen an den Umwelt- und Gewässerschutz setzt das Bauunternehmen flüssigkeitsdichten Beton ein, kurz FD-Beton. So können wassergefährdende Stoffe nicht nach außen dringen. Der rund 45 Meter hohe Treppenturm zwischen Kesselhaus und Leitwartengebäude wird mithilfe der Gleitbauweise rund vier bis sechs Meter pro Tag in die Höhe wachsen. Um diesen raschen Baufortschritt zu ermöglichen, wird eine rund ein Meter hohe Schalung, die den ganzen Turmumriss umfasst, in regelmäßigen Abständen gehoben. Oben wird immer wieder Beton in etwa 20 Zentimeter dicken Schichten eingefüllt. Unten härtet der Werkstoff aus und die Schalung gleitet entsprechend hoch. Dabei muss der Arbeitsprozess so verlaufen, dass die untenliegende Betonschicht beim Austritt aus der Schalung ausreichend fest ist.

Bei WOLFF & MÜLLER steht Nachhaltigkeit hoch im Kurs. Schon seit Jahren baut das Unternehmen CO2-neutral, mit Ökostrom und energiesparenden Maschinen – genau der richtige Partner also beim Bau des Hürther Biomasseheizkraftwerks.

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